Was mich bewegt hat

Als ich 2003 beschloss, das alte Schusteranwesen in Eckertsfeld zu kaufen, hatte ich alle meine damaligen Lebensziele erreicht: einen Universitätsabschluss als Gymnasiallehrerin, ein Diplom in Zeichnen und Malen, eine Ausbildung in Kunsttherapie. Als Künstlerin hatte ich mir bei uns in der Region einen Namen gemacht und als Kunst-Dozentin viele Jahre Kinder, Jugendliche und Erwachsene unterrichtet. Zusammen mit meiner Tätigkeit an der VHS in Sulzbach-Rosenberg als Fachbereichsleiterin Kultur und Galeristin hatte ich mir ein Berufsfeld geschaffen, in dem ich alle meine Fähigkeiten einbringen konnte.

Ein neues Ziel

Wohin sollte der Weg jetzt gehen? Ich suchte nach einer Möglichkeit, alles was ich liebte, in einer Tätigkeit und vor allem an einem Ort zusammenzufügen. So nahm der Gedanke, einen Künstlerhof zu schaffen, mehr und mehr Gestalt an. Neben der Wohnung für meine Familie sollte ein Café dabei sein, in dem ich Gäste bewirten könnte, eine Kunstgalerie für Ausstellungen, mein Atelier, ein Seminarraum für pädagogische Angebote und ein großer Garten.

Zurück zu den Wurzeln

Zufällig stand genau zu dieser Zeit im Dorf meiner Kindheit das ehemalige Schusteranwesen zum Verkauf. Meine Familie und meine Freunde bestärkten mich darin, das Risiko einzugehen und den Hof zu kaufen. Schritt für Schritt entstand daraus in den folgenden Jahren der “Wunderhof”. Das Angebot hat sich dabei mit Ihnen, liebe Besucherinnen und Besucher, immer weiter entwickelt. Ihre Wünsche, Ihre Anregungen flossen jedes Jahr aufs Neue in unser Angebot ein. So waren Café,  Kunstgalerie, Lebensgarten und Kreativwerkstatt des Wunderhofs über Jahre hinweg ein fester Bestandteil der Kultur- und Bildungslandschaft in unserem Landkreis.

Veränderungen

Aber auch ich bin natürlich in der Zeit weitergereist. 2007 schuf ich den Farbenwald für die Stadt Hirschau mit einem kleinen Begleitmärchen für Kinder, 2008 veröffentlichte ich mein erstes Buch “Der Fuchs und die kleine Fee”, 2013 folgten “Zeichnen und Malen mit Pedro und Rosa”. Die Arbeit als Autorin fügte sich nahtlos in mein bisheriges Berufsfeld ein. 2014 fing ich an, für die Marketing-Agentur meines ältesten Sohnes als Konzepterin und Texterin zu arbeiten. 2016 kam auch mein jüngster Sohn als Fotograf dazu. Daraus ist mittlerweile eine Agentur für Regionalmarketing entstanden, die uns allen großen Spaß macht und die sich seitdem stetig weiterentwickelt hat. In der Agentur haben wir auch für die künstlerischen Arbeiten unserer Familie eine eigene Marke entwickelt und einen Online-Shop eingerichtet. Dadurch hat sich für mich persönlich eine neue, spannende  Perspektive entwickelt.  Deshalb gibt es seit 2018 das Sonntagscafé nicht mehr, sondern findet nur noch in Form eines Kunstcafés bei Veranstaltungen auf dem Wunderhof statt. In der Kunstschule liegt der Fokus jetzt bei Angeboten für Erwachsene mit Schwerpunkt auf Multiplikatoren für Kunstvermittlung und teambildenden Events.

Ich freue mich schon jetzt auf all die Begegnungen, die Ereignisse, die diese Veränderung wieder mit sich bringt.

Herzlichst,

Ihre Evi Steiner-Böhm

PS: Mehr über meine Tätigkeit im Bereich Kommunikation erfahren Sie auf meiner Homepage: www.steiner.boehm.agency

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