Um Haus und Scheune des Wunderhofs hat Evi Steiner-Böhm einen Garten angelegt, der symbolhaft die Lebenszyklen des Werdens und Vergehens darstellt. Diese Zyklen gelten für alle Bereiche des Lebens gleichermaßen, denn alles beginnt, wächst, blüht, welkt und stirbt, um danach in anderer Form neu zu beginnen. Der Lebensgarten kann deshalb sowohl für das Verständnis der persönlichen Entwicklung als auch für andere Lebensbereiche wie Firma, Familie, Partnerschaft oder Lebensabschnitte als Projektionsfläche dienen.

Führungen

Führungen durch den Lebensgarten finden grundsätzlich von 1. Mai bis 15. Oktober statt. Gruppen oder Einzelpersonen können sie unter Tel.: 09666/188249 oder info@wunderhof.de individuell buchen. Der Preis für die Führung beträgt 75 Euro von 1 bis 20 Personen, größere Gruppen können entweder geteilt geführt werden, oder einen Aufschlag von 3 Euro für jede weitere Person bezahlen.

Die Stationen des Rundgangs

Die Stationen des Rundgangs haben wir hier für Sie zusammengestellt:

 

Der Beginn - das keltische Kreuz
Die Geburt - das Elfenhaus
Der Garten der Kindheit
Die Familienzeit - der Blumengarten
Das mittlere Alter - der Feengarten
Der Lebensabend - der keltische Garten
Die Zeit der Trauer - ein dunkles Wegstück
Ende und Anfang - der Steinkreis
Die Schwangerschaft - der Obstgarten
Die Mitte - das Haus
Der Beginn - das keltische Kreuz

Wir beginnen unseren Rundgang im Hof bei einem keltischen Kreuz, das auf den Boden gelegt ist. Das keltische Kreuz ist ein uraltes Symbol, das man in verschiedenen Variationen auch in anderen Kulturen findet, so etwa im indischen Mandala oder im indianischen Medizinrad. Es besteht aus einem Kreuz, das die Ausbreitung in die vier Himmelsrichtungen oder in Raum und Zeit darstellt, und einem Kreis, der für den ewigen Kreislauf des Lebens steht. Zusammengehalten wird beides von der Mitte, von der alles ausgeht und zu der alles zurückgeht.

Die Geburt - das Elfenhaus

Sie steigen eine kleine Anhöhe hinunter und befinden sich vor dem Elfenhaus. Es ist Symbol für den Körper, unser Lebenshaus, das wir bewohnen. In der Mitte steht der Brunnen des Lebens. Von ihm gehen vier Wege in die vier Himmelsrichtungen und zeigen uns die Möglichkeiten, die wir im Laufe unseres Lebens haben. Jeder Weg ist richtig, denn jeder Weg führt zurück zum Ausgangspunkt. Der Brunnen und die vier Himmelsrichtungen finden sich wieder im Symbol des Wunderhofs, dem keltischen Kreuz.

Der Garten der Kindheit

Wenn Sie das Elfenhaus verlassen, sehen Sie vor sich den ersten Garten, dem Garten der Kindheit. Hier wird das Kind vorbereitet auf sein zukünftiges Leben. Es lernt seine Herkunft kennen, die Zeit, in die es geboren wurde und den Kulturkreis. Der Halbkreis mit den Farbenstelen ähnelt einem Klassenzimmer mit einer Tafel, an der die bisherige Geschichte der Menschheit dargestellt wird.  Das Kind muss in diesem Lebensabschnitt das als Wahrheit über das Leben annehmen, was ihm seine jeweiligen Versorger beibringen. Dass Teile dieses Gartens wild belassen werden, hat seinen Sinn: in der Kindheit ist vieles wild und ungeordnet. Der Blick auf die nächsten Gartenabschnitte ist verdeckt, für das Kind ist sein Lebensweg noch nicht sichtbar.

Die Familienzeit - der Blumengarten

Von der Kindheit steigen Sie hinauf zum nächsten Gartenabschnitt, dem Blumengarten. Der Aufstieg ist steil und der Weg gesäumt von Brennesseln und Disteln. Die Zeit der Jugendreife ist die erste Hürde, die der junge Mensch nehmen muss, um im Leben voranzukommen. Durch einen Rosenbogen, der die erste Liebe symbolisiert, gelangen Sie in die Zeit der Blüte. Diese zweite Phase in unserem Leben ist prall gefüllt: Freunde, Beruf, Familie machen unser Leben reich, auch wenn manche der Blumen Dornen haben. Von hier kann man auch ins Café gelangen, einem Ort, an dem man Feste feiern und gemütlich beieinander sitzen kann. Wenn dieser Abschnitt zu Ende geht, durchschreitet man das nächste Tor, das mit wildem Wein und Efeu berankt ist.

Das mittlere Alter - der Feengarten

Der dritte Lebensabschnitt beginnt, wenn die ersten Lebensziele erreicht sind, die Kinder aus dem Haus gehen, und wir nach dem tieferen Grund unseres Lebens zu fragen beginnen. Wir suchen nach den Wurzeln und uns wird bewusst, dass das Schicksal oft verschlungene Wege geht, die unseren Wünschen scheinbar zuwiderlaufen. In diesem Garten fehlt die üppige Fülle, die Pflanzen sind unscheinbar, wenige tragen Blüten. Aber hier steht der „Wunschbrunnen“. In diesem Abschnitt dürfen Sie einen ganz persönlichen Wunsch äußern. Der Wind, der hier beständig weht, nimmt die gesprochenen Wünsche mit und trägt sie dorthin, wo sie sein sollen. Das Tor zum letzten Lebensabschnitt wird bewacht von zwei Eiben, den heiligen Bäume der keltischen Druiden. Sie symbolisieren den bevorstehenden Tod, der am Ende dieses Abschnittes auf den Besucher wartet.I am text block. Click edit button to change this text. Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Ut elit tellus, luctus nec ullamcorper mattis, pulvinar dapibus leo.

Der Lebensabend - der keltische Garten

Hier in diesem stillen, zum Teil verwilderten Garten finden wir die Ruhe und die Gelassenheit, die das Alter mit sich bringt. Alles darf sein wie es ist, wir müssen nichts mehr tun, dürfen auf unser Leben zurückblicken und den Dingen einfach ihren Lauf lassen. Im keltischen Garten steht das Wahrzeichen des Wunderhofs, die Linde. Dieser alte Baum zeigt, wie das Leben sich immer wieder selbst erneuert. 1985 wurde der damals ca. 250 Jahre alte Baum vom Blitz getroffen und stürzte um. Aus den mächtigen Resten des abgebrochenen Stammes ist seitdem ein vielstämmiger neuer Baum gewachsen, der bereits eine stattliche Höhe erreicht hat. Ein Hinweis an Sie, dass das Alte dem neuen Platz macht, und so das Leben sich selbst erneuert.

Die beiden Alten – Mann und Frau aus einem Stamm – stehen für die Weisheit des Alters. Der Schönungsteich in dem das Abwasser des Hauses noch einmal geklärt wird, ist die letzte Station auf Ihrem Rundgang durch die Lebensabschnitte. Sie lassen symbolisch die körperliche Hülle zurück und betreten nun den geistigen Bereich.

Die Zeit der Trauer - ein dunkles Wegstück

Durch eine enge Pforte – die Metamorphose – verlassen Sie den letzten Garten und begeben sich auf einem schmalen dunklen Pfad durch eine Buschgruppe. Eine kurze Strecke gehen Sie durch die Zeit der Trauer, bevor Sie zu Ihrem nächsten Ziel gelangen. Wie alles andere ist diese Zeit wichtig und notwendig, um mit dem was bisher war, abzuschließen. Der Weg auf die Wiese ist hell, und der Blick über das Tal wird weit. Große Zusammenhänge werden sichtbar, was in den durch eine Hecke eingezäunten Lebensabschnitten nicht möglich war. Sie haben Zeit, das bisher Erlebte noch einmal an sich vorbeiziehen zu lassen. Am Ende des Weges betreten Sie einen Steinkreis, wie ihn auch viele Megalithkulturen kannten.

Ende und Anfang - der Steinkreis

Der Kreis war unseren Vorfahren, den Kelten, besonders heilig, weil er den Zyklus der ewigen Wiedergeburt symbolisiert. Im Kreis gibt es keinen Ersten und keinen Letzten, jeder hat im Kreis den gleichen Platz. Der Steinkreis wird von 9 Steinen begrenzt. Die Neun ist die Zahl, die man mit jeder beliebigen Zahl multiplizieren kann und bei der man als Quersumme des Ergebnisses immer die Neun erhält. Bei den Zahlenmystikern ist sie deshalb eine heilige Zahl, weil sie alle Zahlen in sich aufnehmen kann und trotzdem immer wieder zu sich selbst zurückgelangt. Damit ist sie Symbol für das Göttliche, das alles Leben in sich trägt. Hier im Steinkreis nimmt das Neue wieder seinen Anfang. Bereichert mit den Erfahrungen aus dem bisher Erlebten gehen Sie zurück zu Ihrem Ausgangspunkt

Die Schwangerschaft - der Obstgarten

Im Obstgarten ist Zeit, sich auf das Kommende vorzubereiten. Hier kann man noch einmal ausruhen und Kraft schöpfen, bis die Zeit kommt, wieder ins Leben zu gehen. Man wird wie ein Kind im Mutterleib versorgt, braucht sich um nichts zu kümmern.

Die Mitte - das Haus

Das Haus ist der Mittelpunkt des Anwesens. Hier haben wir unseren Rundgang begonnen und hierher kehren wir nun, mit all dem, was wir erlebt haben, zurück.

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